AUSSTELLUNG NIÑOS ROBADOS. GESTOHLENE KINDER. STOLEN CHILDREN.

Wenn Eltern und Kinder gewaltsam auseinandergerissen werden, ist dies eine der leidvollsten Erfahrungen überhaupt, die Familien erleben können. In der Ausstellung Niños robados. Gestohlene Kinder. Stolen Children stellen die Elisabeth-Käsemann-Stiftung und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Biographien von Menschen aus sechs Ländern vor, die Opfer gewaltsamer Kindes- und Elternentziehung wurden. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte der Betroffenen in ihrem historischen Kontext in Argentinien, Deutschland, El Salvador, Kanada, der Sowjetunion und Spanien und verdeutlicht die verheerenden Folgen für die Opfer.

Die Ausstellung Niños robados. Gestohlene Kinder. Stolen Children. kann auf der Website der Bundesstiftung Aufarbeitung bestellt werden. Die Ausstellung steht in deutscher, spanischer und englischer Sprache als gedrucktes Poster-Set im Format DIN A1 sowie als Druckdatei im Format 85 (B) X 200 (H) Zentimeter für Ihre Kultur- und Bildungsarbeit zur Verfügung.

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG NIÑOS ROBADOS. GESTOHLENE KINDER. STOLEN CHILDREN. AM 20. NOVEMBER UND 22. NOVEMBER 2023 IN BERLIN

Anlässlich der Eröffnung der von uns in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierten Ausstellung Niños robados. Gestohlene Kinder. Stolen Children berichteten Alexander Latotzky aus Deutschland und Leonardo Fossati aus Argentinien im Bundestag und im Roten Rathaus in Berlin über die gewaltsame Trennung von ihren Familien und den Raub ihrer Identitäten.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, Evelyn Zupke, SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Rainer Huhle, Center for Human Rights Erlangen-Nürnberg, und der argentinische Botschafter in Deutschland, Fernando Brun, eröffneten die Ausstellungen.

INVITATION TO THE 1. MEMORIA TALK

organized by the “Memoria-legal working group” of the Elisabeth Käsemann Foundation

Hier geht es zum Video

We are pleased to invite you to our 1 Memoria Talk on the occasion of the anniversary of the German arrest warrants against Jorge Rafael Videla, Emilio Eduardo Massera and Carlos Guillermo Suarez Mason 28 of November 2003.

Jorge Videla was General and Commander-in-Chief of the Army in Argentina during the period from March 24 to July 3, 1978, and de facto President of the State at that time. In this capacity, he and others established a regime of terror, including a repressive apparatus with hierarchical command structures, with the aim of systematically killing political dissidents. Among the victims were also German citizens. For the first time in the history of the Federal Republic of Germany, the German prosecutor’s office issued international arrest warrants against former members of the government of a foreign state for the murder of German citizens and requested their extradition.

Contemporary witnesses, lawyers and scholars in international criminal law look back at the historic developments and discuss their impact on international criminal law.

Stipendium der Elisabeth-Käsemann-Stiftung für Studierende des MA „Conflict, Memory and Peace“ der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

María Camila López Salazar und Sebastián Suárez Cruz werden für ihren Aufenthalt im Rahmen des binationalen Doppelabschluss-Studiengangs MA „Conflict, Memory and Peace“ an der Partneruniversität Universidad del Rosario in Bogotá von der Elisabeth-Käsemann-Stiftung gefördert.

María Camila López Salazar, Juristin, hat ihr Studium an der Universidad Pontificia Bolivariana in Medellín, Kolumbien, abgeschlossen. Während ihrer akademischen und beruflichen Ausbildung interessierte sie sich für die Arbeit mit gefährdeten Gemeinschaften, Migrationsströme und Menschenrechte.

Sebastián Suárez Cruz ist Politikwissenschaftler und studierte Philosophie an der Universidad Pontificia Bolivariana, Medellín, Kolumbien. Während seiner akademischen und beruflichen Ausbildung hat er sich für die kolumbianische Geschichte, Konfliktforschung und verschiedene Bereiche der Philosophie interessiert.

Buchpräsentation in Buenos Aires

Präsentation der spanischen Ausgabe „Verschwunden und ermordet. Europäische Opfer des geheimen Haft- und Folterlagers El Vesubio in Argentinien“ am 23. Juni in Buenos Aires mit Daniel Rafecas, Susana Reyes und Dorothee Weitbrecht.

In dem Buch dokumentieren sieben Autor*innen die Geschichten von zehn Männern und Frauen, die sich in Argentinien, als dort von 1976 bis 1983 die zivil-militärische Diktatur herrschte, auf unterschiedliche Weise für ein revolutionäres Aufbrechen der jahrhundertealten Unrechtsstrukturen in Lateinamerika eingesetzt haben. Dieser Einsatz kostete sie ihr Leben. Sie alle wurden Opfer des geheimen Haft- und Folterlagers El Vesubio, das zu den berüchtigtsten und brutalsten Lagern der argentinischen Diktatur gehörte. Trotz Solidaritätsinitiativen in Deutschland, Frankreich und Österreich konnten sie nicht gerettet werden. Die an ihnen begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden nunmehr von der argentinischen Justiz aufgearbeitet. Auch europäische Regierungen beteiligen oder beteiligten sich an den Verfahren und arbeiten in bilateralem Austausch der argentinischen Justiz zu.